Himmighausen verhängt Ausgangssperre nach 21 Uhr
Nach erneutem Verschwinden werden jetzt Maßnahmen getroffen
Himmighausen Nach mehreren mutmaßlichen Entführungen in den vergangenen Wochen sei in der Gemeinde Himmighausen eine nächtliche Ausgangssperre verhängt worden. Ab sofort dürfen sich Bürgerinnen und Bürger zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens nicht mehr ohne triftigen Grund im öffentlichen Raum aufhalten.
Nach offiziellen Angaben seien in den vergangenen zwei Wochen mehrere Personen als vermisst gemeldet worden. In mindestens zwei Fällen gebe es Hinweise darauf, dass die Betroffenen möglicherweise gegen ihren Willen mitgenommen worden seien. Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen derzeit.
„Wir nehmen die Sorgen der Bevölkerung sehr ernst“, hieß es am Freitag von Seiten der Gemeinde. „Die vorübergehende Ausgangssperre soll dazu beitragen, weitere mögliche Gefährdungen zu verhindern und den Ermittlungsbehörden die Arbeit zu erleichtern.“
Während der Ausgangssperre ist das Verlassen der eigenen Wohnung grundsätzlich untersagt. Ausnahmen gelten unter anderem für medizinische Notfälle, notwendige Fahrten zur Arbeit sowie andere dringende Gründe. Es wurde angekündigt, die Einhaltung der Maßnahme verstärkt zu kontrollieren.
In der Bevölkerung sorgt die Entscheidung für gemischte Reaktionen. Während einige Anwohner die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen begrüßen, äußern andere Bedenken hinsichtlich der Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit.
Es wird weiterhin um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten. Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Angaben zu den Vermissten machen können, sollen sich bei den Ermittlern melden.
Die Ausgangssperre gilt zunächst für 5 Tage. Anschließend soll geprüft werden, ob die Maßnahme verlängert oder aufgehoben wird. Aktuell liegen laut Angaben jedoch keine konkreten Hinweise auf eine allgemeine Gefahr für die Bevölkerung außerhalb der bekannten Fälle vor.